Rohkost

Warum vegane Rohkost? – Definition

Was bedeutet vegane Rohkost eigentlich?

Es handelt sich um frische, nicht über 42° Grad erhitzte, pflanzliche Nahrung.  Zur veganen Rohkost zählen Obst und Früchte, Gemüse, alles essbare Blattgrün, Kräuter (und vor allem Wildkräuter), Avocados, Oliven, Öl, Keime, Nüsse und Samen, Pilze und milchsauervergorene Lebensmittel wie rohes Sauerkraut.


Wie kommt man eigentlich auf die Idee „nur noch“, “hauptsächlich“ oder „zu großem Teil“ rohe und pflanzliche Nahrung zu sich zu nehmen?

Nachfolgend habe ich ein paar Auszüge Anderer eingefügt, die eine grobe Übersicht über das „Warum“ geben.

„Durch (längeres) Erhitzen werden temperaturempfindliche Stoffe (wie beispielsweise Vitamin C, Chlorophyll] oder ungesättigte Fettsäuren) zerstört und ihr Gehalt in der Nahrung nimmt dadurch ab, gleichzeitig nimmt der Gehalt an Stoffen zu, die in größerem Maße erst durch Erhitzen entstehen, wie beispielsweise Acrylamid (insbesondere in stärkehaltigen und stark erhitzten Lebensmitteln wie Pommes frites). Bei der Erhitzung von Fetten entstehen zahlreiche Zersetzungsprodukte wie beispielsweise konjugierte Fettsäuren, polymerisierte Triglyceride sowie deren Abbauprodukte (freie kurzkettige Fettsäuren, Mono- und Diglyceride, Aldehyde, Ketone, Polymere, cyclische und aromatische Verbindungen)“ – Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Rohkost 25.11.2016

 

„In wissenschaftlichen Versuchen hat man herausgefunden, dass bei einer Er­hitzung über 42 °C vor allem die hitzeempfindlichen Enzyme, die sogenannten Biokatalysatoren, zerstört werden. Enzyme braucht der Körper jedoch, damit die Nahrung richtig verdaut werden kann.

Ebenso wie wir Menschen ab einer Körpertemperatur von 42 ° Grad sterben, weil das Eiweiß in unseren Arterien verklumpt, so verändern sich auch die Makronährstoffe in der Nahrung durch den Kochvorgang. Eiweiß gerinnt und wird unverdaubar, aus Kohlenhydraten können krebserregende Miallard-Moleküle entstehen und gesunde Fette werden zu ungesunden Transfettsäuren. Außerdem werden viele Mineralien, Spurenelemente und Vitamine durch die Erhitzung zerstört.“

 

„Es ist gesund !

42 ist die magische Zahl in der Rohkost. Werden Lebensmittel über 42 Grad erhitzt, gehen nicht nur wichtige Vitamine verloren, sondern v.a. die Eiweißverbindungen, insbesondere die Enzyme. Enzyme brauchen wir, um die Lebensmittel aufzuschließen und die verfügbaren Nährstoffe aufnehmen zu können. Natürliche Lebensmittel bringen eine reichliche und auf ihre Nährstoffe abgestimmte Portion Enzyme mit sich. Werden sie durch Erhitzen zerstört, muss der Körper mehr körpereigene Enzyme aufbringen. Diese Fähigkeit nimmt bei zunehmendem Alter ab. Dazu kommt noch eine in der Regel zu saure Nahrung, auf die der Darm mit einem Schutzschleim reagiert. Es ist für den Körper also gar nicht so einfach, das aufzunehmen, was die Nahrung an Gutem bereithält. Rohköstliche Ernährung bedeutet, lebendige Nahrung aufzunehmen und nach einiger Umstellung die Durchlässigkeit des Darms und der Zellwände wieder herzustellen. Nicht zuletzt wird Rohkost schon lange als Heilnahrung bei verschiedensten Erkrankungen eingesetzt.

Es tut gut !

Rohkost wirkt sich angenehm auf unser alltägliches Befinden aus. Sie hat einen ausgleichenden Effekt auf den Tages-Energiehaushalt. Rohe pflanzliche Nahrung wird schneller verdaut als erhitzte (abgesehen von Nüssen etc.). Das übliche Tief nach dem Mittagessen bleibt aus.“ – http://raw-living.de/roh-faq/   25.11.2016


Ein weiterer interessanter Punkt ist die Wirkung von Fieber auf den menschlichen Körper. Ab einer Temperatur von ca. 42° Celsius „denaturieren“ Proteine und irreparable Hirnschäden können entstehen. Eine so hohe Körpertemperatur ist für unseren Organismus tödlich.

Für mich sind diese Argumente einleuchtend.

Bei 42° Celsius scheint eine natürliche Grenze zwischen Leben und lebendiger Nahrung und Tod, beziehungsweise zerstörter Nahrung zu liegen. Schon lange wird darauf hingewiesen, dass in frittierter und zu stark gebratener Nahrung Gifte gebildet werden, die uns dadurch langfristig schaden und sogar krebserregend sein können. Frische, unbehandelte und unerhitzte, pflanzliche Nahrung nährt folglich unseren Körper und gibt ihm die Energie und Nährstoffe, die er braucht um optimal zu funktionieren.


 

Arshavir ter Hovannessian (Aterhov)

veröffentlichte 1963 das Buch „Raw Eating“, in dem er seine Erkenntnisse über die Ernährung und die, seiner Meinung nach, wichtigen Aspekte der Rohkost-Ernährung erläutert.

Folglich ist er der Meinung, dass rohe, pflanzliche Kost die ausschließliche Nahrung des Menschen sein sollte und eine Fabrik (der menschliche Körper) nur funktioniert, wenn sie mit den richtigen Grundstoffen betrieben wird.

Zitat:

„Der menschliche Körper ist ein Meisterstück der Natur. Der Mensch ist die komplizierteste und vollkommenste lebende „Maschine“, die von der Natur im Laufe von 1500 Millionen Jahren entwickelt wurde. Parallel zu der Entwicklung dieser menschlichen „Fabrik“ benutzte unsere einzigartige Natur die Sonnenstrahlung, um all das Rohmaterial zu entwickeln, das für die Tausende kompliziertester Abläufe in unserem Organismus erforderlich ist; und die Natur hat diese „Rohstoffe“ mit absoluter Perfektion hergestellt. Es ist eine fehlerlose Harmonie in den verschiedenen Bestandteilen, z. B. in einem kleinen Samenkorn, im Samen eines Granatapfels, in einer Weintraube oder in einem Pflanzenblatt. Sie enthalten alle Faktoren, die notwendig sind, um einen lebenden Organismus eines Lebewesens, wie z. B. den des Menschen, am Leben zu erhalten.“

Zitat:

„Im Laboratorium kann man, z. B. im Klee keine großen Anteile von Kalzium, Vitaminen oder Proteinen entdecken, und doch entnehmen die Tiere dem Klee und einfachen Gräsern alle notwendigen Vitamine, Mineralsalze usw. und bauen daraus Knochen, Fleisch und Fett auf.“

Zitat:

„Lassen wir die Wissenschaftler in den vier Wänden ihres Labors vor sich hin forschen, bis zu dem

Tag, an dem sie erfolgreich eine Pflanze aus einem Samenkorn wachsen lassen, das sie selbst völlig

aus synthetischen Bestandteilen produziert haben. Dann wird ihre Weisheit der Weisheit des

Schöpfers gleichkommen. Aber unsere Welt ist schon jetzt voll von Samenkörnern, und sie

verschaffen uns Nahrung, die alle grundlegenden Bedürfnisse unseres Organismus befriedigt. Diese

Nahrung hat nicht den geringsten Makel. Kein Wirkstoff fehlt ihr; kein Wirkstoff ist überflüssig; jeder

Bestandteil entspricht hinsichtlich seiner Eigenschaften, seiner Menge und seiner Funktion den

ausgeklügeltsten Berechnungen. Wer daran zweifelt, zweifelt letztlich an der Weisheit der Natur, er

stellt die weise Voraussicht seines Schöpfers in Frage und versündigt sich gegen Gott.“

 

Abschließend kann das gesamte Werk kostenlos als PDF z. B. auf

http://www.abenteuerrohkost.net/bibliothek/rohkost-buecher/Aterhov-Rohkost-unserenatuerliche-Nahrung.pdf

geladen werden.    25.11.2016


Mir persönlich sind noch weitere Aspekte aufgefallen, die einen Unterschied zwischen gekochter und roher Nahrung darstellen.

Erstens ist es der Geschmack. Mit dem Geschmack frischen Feldsalates, süßer Himbeeren oder saftiger Paprika kann meiner Meinung nach keine Pasta, kein Brötchen oder Schokolade mithalten.

 

Das Besondere ist, dass natürliche Lebensmittel, genau wie sie gepflückt und geerntet werden schon fantastisch schmecken. Nahezu allein, ohne Zusätze oder weitere Verarbeitung. Ein direkt vom Baum gepflückter, reifer Apfel ist ein Genuss für Körper und Seele. Wenn ich im Sommer auf dem Feld sitze und Erdbeeren esse, fühle ich direkt eine Wirkung auf meinen Geist und meine Seele. Dankbarkeit für Gottes wunderbare Schöpfung, Glück und Zufriedenheit.

 

Tierische Produkte wie Fleisch bedürfen außerdem einer Zubereitung, Würzung, Erhitzung um sie überhaupt genießbar zu machen.

Man kann, einfach gesagt, nicht zu einem Tier gehen, ihm das Bein ausreißen und genüsslich daran knabbern.

Es bedarf der Tötung und Verarbeitung um es für uns zu einer genießbaren Mahlzeit zu verändern. Der Energie- und Arbeitsaufwand ist enorm. Wer selbst schon geschlachtet hat, oder dabei anwesend war, hat einen Überblick über den Arbeitsaufwand, der in einer Wurst steckt.

 

Zum Anderen sind da die persönlichen Erfahrungen mit den direkten Reaktionen meines Körpers auf gekochte, nährstoffarme oder zuckerverseuchte Nahrung. Zutaten wie weißes Mehl, polierter Reis und Nudeln geben mir selten das Gefühl von Sättigung. Jedoch eher das Gefühl nicht mehr aufhören zu können es zu essen. Süßigkeiten aus weißem Zucker und frittierte, fettige und kohlehydratreiche Speisen spüre ich direkt im Gehirn, wie ein Feuerwerk reagieren sofort alle Zellen und das Suchtzentrum schreit MEHR. Folglich sind die direkten Folgen Müdigkeit, Kopfschmerzen, Magenschmerzen, die berühmte „Fressnarkose“.

 

Bei Obst und Gemüse beispielsweise ist es mir bisher noch nie passiert, mich zu überessen. Nach einer halben Avocado ist meine Lust auf Fett gestillt, was bei derselben Menge Chips wohl nicht passieren würde. 3 Datteln befriedigen meine Lust auf Süßes für Stunden, während ich nach einer Tafel Schokolade gefühlsmäßig gern noch eine weitere Essen würde.

 

Folglich sind für mich das alles Argumente, die für eine rohköstliche, pflanzliche Ernährung sprechen.

 

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