Spinat

Spinat

Der Spinat

Ich bin, was ich bin… und das ist alles, was ich bin; sprach der Pfeife rauchende Seefahrer und kippte sich eine Dose Spinat in den Hals. Das, sowie ein wenig Zeichentrickmagie und zack: der stärkste Mann der Welt vermöbelte alle Bösewichte. Wer erinnert sich inzwischen an Popeye, den Seemann?

Dieser Comic-Held war folglich für viele Kinder wohl der einzige Grund Spinat zu essen. Dabei wäre es auch heute wegen seiner vielen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe besser für uns viel mehr vom saftigen Grün von diesem Star aus dem eigenen Garten zu naschen.

 

 

Verwendung:

Mit ihren dunkelgrünen Blättern ist diese einjährige, krautige Pflanze ein Lieblingsgemüse der Deutschen. Früher kannten wir ihn nur zusammen mit Kartoffeln und Spiegelei, heute findet man ihn sogar in Salaten, Smoothies, Nudeln, Wraps, Säften und Vielem mehr.

Nicht nur die Blätter können roh und blanchiert genossen werden, sondern auch die Samen sind sehr lecker und können auch als Sprossen Salate verfeinern. Am Besten verwendet man ihn auf jeden Fall frisch gepflückt aus dem eigenen Garten. Er kann aber auch kurz blanchiert bis zu 10 Monate im Tiefkühlfach haltbar gemacht werden. Wer sich hingegen kaum retten kann vorm leckeren Starkmacher, trocknet und zerkleinert ihn um in kalten Tagen seinen Smoothie damit aufzupeppen. Das Chlorophyll aus der Pflanze wird außerdem zum Färben von Nudeln verwendet. Pro Kopf verbrauchen wir jedenfalls ca. 800g im Jahr.

 

Spinat-Smoothie
Spinat-Smoothie

 

Inhaltsstoffe:

Spinat sorgte schon für einige Furore dank seiner Inhaltsstoffe. Gustav von Bunge bezifferte 1890 den Eisengehalt von 100g getrockneten Spinats auf 35mg. Damit lag er völlig richtig. Leider wurde das Ergebnis anschließend auf frischen Spinat übertragen und so wurde die Legende vom hohen Eisengehalt des Spinats geboren. Roher Spinat hat ca. 3,5mg Eisen pro 100g und zählt damit zu den eisenreichen Gemüsesorten. Leider können wir davon nur einen Bruchteil aufnehmen. Zum einen weil pflanzliches Eisen eine recht geringe Bioverfügbarkeit hat, zum anderen weil der Spinat reich an Oxalat ist. Oxalsäure hemmt die Eisenaufnahme. Zur Verringerung des Oxalatgehaltes empfiehlt es sich das Gemüse zu blanchieren und natürlich passend dazu Kartoffeln zu verzehren.

Abgesehen vom Eisen enthält Spinat auch noch nennenswerte Mengen an Zink, Vitamin C und E, sowie natürlich sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe. Spinat gibt uns zahlreiche Nährstoffe, die uns helfen gesund zu bleiben. Wichtig ist es beim Kauf auf Bio-Qualität zu achten. Spinat aus konventionellem Anbau ist oft stark mit Düngemitteln belastet. Er neigt dazu überdurchschnittlich viele Nitrate aus dem Boden anzureichern.

 

 

Anbau und Lagerung:

Grundsätzlich wird zwischen dem zarten, feinen Frühjahr-/Sommerspinat und dem größerem, festen Herbst-/Winterspinat unterschieden. Ersteren verwendet man gerne frisch in Salaten oder Smoothies. Letzterer wird eher gekocht und eingefroren oder getrocknet. Allgemein eignet er sich für die Zeit vor der eigentlichen Pflanzsaison oder danach. Er ist nicht sehr anspruchsvoll. In meinem Gewächshaus überstand er den ganzen Winter und bot mir immer frisches Grün. Einzig und Allein verträgt er sich nicht mit Roter Beete, Mangold und Sauerampfer. Frisch abgepflückt hält er sich kühl gelagert ca. 2-3 Tage.

 

 

Spinat
Spinat

Quellen Thema Spinat:

http://www.gemuese-info.de/spinat/garten.html

https://eatsmarter.de/lexikon/warenkunde/gemuese/spinat

http://www.hundertorangen.de/artikel/spinat-diese-inhaltsstoffe-machen-ihn-so-gesund-und-wertvoll-1051

https://de.wikipedia.org/wiki/Spinat

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.