Die Haar, die Haar – Haarwäsche mit Roggenmehl

Die Haar, die Haar – Haarwäsche mit Roggenmehl:

Ich war eigentlich immer ein Fan von Kosmetikprodukten jeglicher Art. Meine Schränke quollen über von unzähligen Tiegeln, Fläschchen, Dosen und Verneblern. Der Ausverkauf einer Drogerie war wie Ostern und Weihnachten auf einem Tag. Zufrieden mit meiner Haut oder meinen Haaren war ich trotzdem nicht. Bis ich Haarwäsche mit Roggenmehl für mich entdeckte.

 

Mit meiner Ernährungsumstellung und dem Verzicht auf Nikotin und Alkohol warf ich auch jede Chemie aus meinem Bad. Alles wurde verschenkt oder landete in der Tonne. Einzig Kokosöl stand von nun an auf meiner Seite des Schrankes und Shampoo z. B. von Lavera in meinem Fach in der Dusche.

 

Für den Anfang fand ich es sehr befremdlich so eine minimalistische Auswahl an Hygieneprodukten zu besitzen, aber schnell merkte ich wieviel freier es macht und wie gut es der Haut tut sie einfach mit nichts zu beschmieren.

 

 

Jeder Mensch ist schön in seiner Natürlichkeit.

Das Strahlen zufriedener Augen, viel Wasser, gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf sind wirklich Alles was es braucht um gut auszusehen. Für den Anfang einer Umstellung von „herkömmlichen“ Shampoo auf Natur pur ist es ein schon ein großer Schritt auf Haarspray, Schaum, Spülung und Kuren zu verzichten und nur noch Shampoo ohne Silikone und Parabene zu verwenden.

Hier gibt es mittlerweile eine riesige Auswahl an Produkten.

 

Frei nach dem Motto: „Da geht noch mehr“, ging ich noch einen Schritt weiter.

 

Durch den Artikel  –>  Link: „Die hat nix drauf“ von HappyGaia (schaut unbedingt dort mal vorbei)

startete ich meinen persönliche Versuch „ohne Alles“.

 

Also auch ohne Shampoo.

 

4 Monate lang habe ich meine Haare nur mit Wasser und der Kraft meiner Fingermuskeln gewaschen und sie ab und an mit Zitronensaft gespült. Es funktioniert prima und nach einer gewissen Umstellungsphase reguliert sich die Kopfhaut und fettet nicht mehr dermaßen unangebracht, wie man es in den ersten Tagen erlebt. Für den normalen Alltag, gibt es nichts Einfacheres.

Gerade wer Probleme mit empfindlicher, juckender oder anderweitig gequälter Kopfhaut hat, sollte sich mal eine komplette Auszeit „ohne“ Alles gönnen. Die meisten Problemchen lösen sich damit schon von ganz alleine.

 

Wieso bin ich nicht lediglich nur dabei geblieben?

Ich habe von Natur aus feine Haare, die gerne einfach nur hängen. Ihr Frauen wisst genau, was ich meine.

Außerdem treibe ich beinah täglich Sport und wünsche mir ab und an eine gewisse Auffrischung meines Schopfes. Shampoo wollte ich auf keinen Fall mehr nehmen, so sah ich mich nach anderen Möglichkeiten um.

 

Dabei stieß ich irgendwann auf Haarwäsche mit Roggenmehl. Die Stärke im Mehl hat eine leicht entfettende Wirkung und der geringe Glutenanteil im Roggenmehl lässt es nicht in den Haaren kleben. Ich muss sagen, es funktioniert prima. Mir gefällt die Vollkornvariante am Besten. Ob Vollkorn oder die 1150er Variante, muss jeder am Besten selbst herausfinden. Es gibt da schon Unterschiede in der Waschwirkung und dem Handling. Im Allgemeinen hat sich folgendes „Rezept“ bewährt.

Wie gehts?

Man nimmt ca. 5El Wasser in eine kleine Schüssel und mischt diese mit 2El Mehl zu einer Paste. Diese wird ins nasse Haar einmassiert und dann gründlich wieder ausgespült. Meine Haare werden davon fluffig und riechen absolut neutral. Es ist einfach, schnell zu machen, günstig und somit genial.

 

 

 

Da ich aber in letzter Zeit öfter von Lavaerde als Shampoo-Ersatz gehört habe, musste ich auch diese ausprobieren.

 

Das Anrühren funktioniert ähnlich dem Roggenmehl, nur ist die Struktur der Wascherde viel feiner. Mir fiel es schwer das richtige Mischungsverhältnis zu finden und ich musste immer lange rühren um die Klümpchen zu verhindern. Der Geruch gefällt mir leider auch nicht wirklich. Auf dem Kopf fühlt es sich sehr angenehm an und lässt sich sehr gut einmassieren.

 

Man fühlt, dass es eine sehr pflegende Wirkung hat, ähnlich der Spülung, die ich früher gerne benutzt habe. Mir ist es aber irgendwie zu schwer. Ich kann es mir sehr gut bei dicken oder lockigen Haaren vorstellen und Haaren, die von Natur aus sehr trocken sind.

                        

 

Ich habe mich ein Jahr lang durchgetestet und bin zu einem Ergebnis gekommen:

Das Ergebnis von Waschen mit Shampoo ohne Zusätze, Roggenmehl, Lavaerde und nur mit Wasser (nach der Anfangszeit) war beinah gleich. Auf den Fotos ist bei meinen Haaren leider kaum ein Unterschied auszumachen. Deswegen entschied ich mich auf Grund der Punkte: Handling/Vorbereitung, Verfügbarkeit, Preis, Geruch und Griffigkeit/Gefühl.

An meine Haare kommt nur Wasser oder Roggenvollkornmehl. Es ist einfach, schnell, natürlich und überall zu bekommen. Es hat meine „Haarpflegeroutine“ revolutioniert und auf ein einfaches und stressfreies Level gebracht.

 

                                              


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