Eigenverantwortung

Das Prinzip der Eigenverantwortung – Du hast es in der Hand

Das Prinzip der Eigenverantwortung

 

Eigenverantwortung bedeutet: Alles, was uns geschieht, haben wir selbst zu verantworten.

Passt dieser Satz und halten wir ihn für wahr? Oder glauben wir an Zufälle oder das vorherbestimmte Schicksal? Wem übertragen wir die Verantwortung für den Lauf unseres Lebens? Sind Schicksalsschläge Prüfungen oder Strafen einer höheren Macht? Ist unser Lebensweg vorherbestimmt oder liegt er offen vor uns wie ein unbeschriebenes Blatt?

Dies ist eine schwierige Frage, die nicht eindeutig beantwortet werden kann. Viele Menschen sind auf der Suche nach einer Möglichkeit ihre Zukunft vorhersehen zu können. Sie befragen Horoskope, Karten, Steine, Pendel, Quija-Bretter und was es sonst noch alles gibt. Es gibt viele Rituale, die Glück bringen oder Unglück abwenden sollen. Das Poltern von Geschirr zur Hochzeit, das Vergraben der Plazenta eines Kindes, Schutzzauber, oder einfach das Auspusten der Kerzen auf der Geburtstagstorte.

 

Dann gibt es die andere Seite.

 

Menschen, die fest davon überzeugt sind, das wir unser Schicksal selbst in der Hand halten. Sie zeigen Möglichkeiten sein Bewusstsein so auszurichten, dass es wie von allein die festgesteckten Ziele erreicht.

Fest steht, dass es für beide Seiten Argumente gibt, über die sich nachzudenken lohnt. Aus biblischer Sicht gesehen ist zumindest ein Teil unseres Lebens vorherbestimmt. Gott als allmächtiges, allsehendes und allwissendes Wesen kennt den Verlauf unseres Lebens und unsere Zukunft. Vielen biblischen Figuren zeigte er ihre Aufgabe und den von ihm für sie zugedachten Lebensweg. Zugleich gab er uns den freien Willen. Dies ist ein Argument für beide Seiten. Könnte es sein, dass unser Leben, unser Schicksal, gleichzeitig vorherbestimmt ist und trotzdem nicht fest steht?

 

Ein Mensch ist geprägt von der ersten Sekunde seines Lebens.

 

Der Zeitpunkt, der Ort, die Umstände und das Erbgut, das er von seinen Eltern mitbekommt, legen schon einen massiven Grundstein für seinen weiteren Werdegang. Ob ein Kind in der modernen, westlichen Zivilisation oder in den Slums eines 3. Welt Landes geboren wird bestimmt den Verlauf seines Lebens grundlegend. Auch ob der Mensch heute, oder in den 1950er Jahren das Licht der Welt erblickte prägt sein Handeln und sein Denken lebenslänglich. Nur wenige Jahre im Lauf der Zeit verändern Lebenswege. Wurde er in eine Familie hineingeboren, oder hat er durch traurige Umstände womöglich gar keine. Lebt seine Mutter in Reichtum oder Armut, ist sie gesund oder krank, herrscht ein Umfeld der Liebe oder des Hasses und der Angst? Im Verlauf seiner ersten Lebensjahre wird er geprägt auf Kultur und Sprache, Ernährung und Umgang miteinander. Bevor er anfängt bewusst zu Denken, ist seine Sicht schon erschreckend eingeschränkt durch diese und noch viel mehr Faktoren auf die er absolut keinen Einfluss hatte.

Er wird sich Verhaltensmuster und Ansichten eingeprägt haben, die sein Leben beeinflussen. Sie sind ein Teil von ihm, ein Teil seiner Persönlichkeit. Es wird entscheiden, ob er erfolgreich, gesund und glücklich ist, oder eben nicht.

 

Je älter ein Mensch wird, desto mehr Verantwortung kann und wird er für sein Leben übernehmen.

 

Das fängt damit an, was er gerne isst, ob und welchen Sport er gerne treibt und was für Freunde er sich aussucht. Später wird er entscheiden welchen beruflichen Weg er einschlägt, wo und wie er wohnen möchte und ob er vielleicht eine Familie gründet. All diese Dinge ergeben sich zum Teil aus den Gewohnheiten und Vorbildern, die wir kennen, als auch aus den Entscheidungen unseres freien Willens.

Doch wir können noch viel mehr Verantwortung übernehmen. Unsere Eigenverantwortung erstreckt sich auch auf unsere Gedanken und Gefühle. Unser Kopf und unser Herz gehören uns ganz alleine. Wir bestimmen, welche Gedanken in uns herumschwirren und für welche Gefühle wir unser Herz öffnen oder es lieber verschließen.

Wenn wir uns zum Beispiel ununterbrochen einreden „etwas“ nicht zu können, wird sich dieser Gedanke in unserem Unterbewusstsein festsetzen und unser Handeln dahingehend lenken. Die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass wir dieses „etwas“ jemals können werden.

 

Nehmen wir zum Beispiel einen kleinen Jungen, der sich in den Kopf gesetzt hat Fußballer zu werden.

 

Er wird sich fortan intensiv mit dem Thema beschäftigen. Ganz instinktiv übernimmt er Eigenverantwortung. Er wird seinen Freunden von seinem großen Traum erzählen, Fußballspiele schauen und in den Fußballverein eintreten. Je öfter er sich dieses Ziel vor Augen führt, desto eher wird es sich manifestieren. Wenn dann auch noch Eltern, Trainer oder Freunde seinen Wunsch unterstützen und ihn ermutigen, steigt die Wahrscheinlichkeit immens, dass er sein Ziel erreichen wird. Er wird auch nicht bei den ersten Hindernissen aufgeben, denn er hat sein Ziel fest vor Augen. Kinder werden oft belächelt und nicht ernst genommen, wenn sie über ihre Ziele sprechen.

Wenn wir uns ein Ziel setzen wollen, überlegen wir gewöhnlich zuerst, ob es im Bereich des Möglichen liegt. Wir wägen den Abstand ab, zwischen unserer jetzigen Situation und dem Ziel und messen, ob wir es überhaupt erreichen könnten. Dabei sehen wir auf unsere derzeitigen Fähigkeiten und unseren momentanen Zustand. Viele Ideen lassen wir nach dieser Überlegung schon fallen und unterschätzen unser Potenzial damit gewaltig. Sie erscheinen uns unerreichbar oder mit einem viel zu großem Aufwand verbunden.

Sollte unsere Vorstellung nach dieser ersten Runde noch an unserer Idee festhalten, machen wir uns auf dem Weg diese zu erreichen. Völlig ahnungslos aber hoch motiviert. Wir treffen auf erste Schwierigkeiten und geben aus Angst vor der eigenen Unzulänglichkeit auf. Aber es ist völlig normal zu Beginn einer Reise weder die passenden Fähigkeiten, noch das nötige Wissen zu besitzen. Mit der Zeit jedoch erlangen wir die nötigen Skills und kommen unserem Ziel näher. Wir unterschätzen meist nur völlig die Arbeit, die Kraft und das Durchhaltevermögen, dass es benötigt ein Ziel zu erreichen. Es ist viel leichter aufzugeben und sich selbst zu bescheinigen, dass man es halt versucht, aber nicht geschafft hat, als sich durchzubeißen und auch mal in die falsche Richtung zu rennen. Wenn unser Wunsch nicht fest in uns verankert ist, wird seine Erfüllung recht schwierig.

 

Jeder muss Eigenverantwortung für die Erfüllung seiner Ziele übernehmen. Jeder muss Eigenverantwortung für seine Gedanken und sein Handeln übernehmen.

 

Nur so haben wir die Chance unser Leben selbst zu gestalten. Genauso wie wir fähig sind unser System auf Misserfolg auszurichten, so können wir unser Bewusstsein für Erfolg, Glück und Reichtum öffnen. Unser Leben ist nicht nur das Produkt unserer Taten, vielmehr ist es das Ergebnis unserer Gedanken.

Eigenverantwortung im Denken und Handeln bedeutet;

Wir werden, womit wir uns beschäftigen.

Uns widerfährt, was wir anderen tun.

Wir müssen gedanklich schon an unserem Ziel sein, bevor wir real dort ankommen.

Jeder startet an einem anderen Punkt im Spiel des Lebens, doch die Ziele, die wir haben sind erstaunlich gleich. Glück, Erfüllung, Gesundheit, Frieden, Erfolg, Liebe, Anerkennung, Reichtum, Ruhe, nur um einige Beispiele zu nennen. Das Erreichen dieser Ziele hängt nicht nur vom Startpunkt unserer Reise ab, sondern massiv an unserer Bereitschaft Verantwortung für unser Leben zu übernehmen.

Wenn wir immer nur die Verantwortung abgeben und die Schuld für den Zustand unseres Lebens unserer Vergangenheit geben, werden wir schwer Erfolg und Erfüllung finden. Wenn wir immer nur unzufrieden sind und Negativität in unsere Gedanken lassen, werden wir schwer Zufriedenheit und Glück erfahren. Man kann mit wenig glücklich sein und mit viel unzufrieden, es liegt an der einen Einstellung.

Komm aus der Opferrolle und übernimm Verantwortung für dein Leben. Nur dein Denken begrenzt deine Möglichkeiten. Vertraue auf deine Kraft und den Fakt, dass Gott/das Universum immer „für“ dich ist und dir genau das zukommen lassen wird, was du brauchst.

 

Alles ist möglich.

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