Apfel

Der Apfel

Der absolute Klassiker unter den heimischen Obstsorten. Wer kennt ihn nicht? Ob Baby oder Senior, Ob roh oder gekocht, im Ganzen, als Brei oder gebacken als Bratapfel in der Weihnachtszeit; anders ausgedrückt ist er eindeutig die beliebteste Frucht in diesem Lande. Der Apfel liegt aus diesem Grund in wohl jedem deutschen Haushalt und ist für viele aus dem täglichen Speiseplan nicht wegzudenken. Ganze 17 kg isst der Durchschnittsdeutsche im Jahr.

 

Er gehört zu den wenigen Obstsorten aus dem eigenen Garten, die bei guter Lagerung den ganzen Winter über zur Verfügung stehen. Lediglich im Frühjahr und Frühsommer, vor der neuen Ernte, müsste man theoretisch (ohne Importware) auf den Apfel verzichten. Bei Nutzung verschiedener Sorten und ihrer Reifezeiten, haben die Bauern schon früher ihre Versorgung sichergestellt. Dies ist ausßerdem auch heute noch im eigenen Garten möglich.

 

Lagerung von Äpfeln:

  • Wichtig ist zuerst die Sorte: Späte und/oder besonders Lagerungsfähige Sorten wie Cox, Gala und Jonagold eignen sich besonders gut
  • Zweitens: Auf Schadstellen überprüfen und nur einwandfreie Äpfel nebeneinander (nicht übereinander) in luftige (Holz-)Kisten legen. Dadurch bilden sich keine Druckstellen, die faulen könnten.
  • Drittens: An einen kühlen (2-8°) Ort mit hoher Luftfeuchtigkeit, beispielsweise im Keller, Gartenhaus oder Garage, etwas entfernt von anderer Lagerware, aufbewahren.

 

Sorten:

In Deutschland gibt es heute ca. 1500 Sorten, von denen 60 wirtschaftlich relevant sind. Die beliebtesten Sorten sind:  Elstar, Jonagold und Braeburn. Obwohl wir dementsprechend hierzulande auf einen großen Sortenreichtum und ertragreiche Anbaugebiete, wie das Alte Land oder die Bodenseeregion blicken können, wird dessen ungeachtet ein Großteil der Auslagen im Supermarkt importiert. Aus Neuseeland, China und den USA werden Tonnenweise Äpfel quer über den Globus geschifft, um bei uns im Supermarkt zu liegen. Das ist schade für unsere eigenen Sorten und den heimischen Markt. Mittlerweile geht der Trend jedoch wieder hin zur Kultivierung alter Sorten, zur Freude der Artenvielfalt um zum Erhalt traditioneller Apfelsorten.

 

Gesundheit:

Gesundheitlich betrachtet ist der Apfel ein Superstar aus dem eigenen Garten. Das Sprichwort: „Ein Apfel am Tag, den Gang zum Doktor erspart“, ist, natürlich in der englischen Originalversion, ein Klassiker. Der Apfel punktet mit einem niedrigen Energiegehalt (ca. 60kcal pro 100g) und einer gleichzeitigen Fülle an Nährstoffen. Besonders der hohe Vitamin C Gehalt der Schale sei hier zu erwähnen. Folglich ist er, durch seinen hohen Ballaststoffgehalt, besonders gesund für unseren Darm. Davon zeugen auch alte Hausmittelchen, wie purer, naturtrüber Apfelsaft bei Verstopfung genauso wie geriebener Apfel bei Durchfall. Laut einer finnischen Studie stärkt der Verzehr von Äpfeln die Lungenfunktion und wirkt sich laut einer amerikanischen Studie positiv auf Alzheimererkrankungen aus.

 

Küche:

In der Küche sind bei diesem Allrounder der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Frisch gepflückt vom Baum ist er auf jeden Fall schon geschmacklich und energetisch eine pure Freude. Wem das zu langweilig ist, findet schließlich zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten für diese Superfrucht.

Zum Beispiel als Rohkostkuchen nach meinem Rezept:

Apfel-Walnuss-Kuchen
Apfel-Walnuss-Kuchen

 

Weitere Möglichkeiten sind des Weiteren die Verwendung als Süßungsmittel (gerieben, entsaftet oder als Apfeldicksaft) zum Beispiel für Dressings, sowie als Zutat für Salate. Besonders gut passt der Apfel überdies zu Kohl.

Weißkrautsalat:

Krautsalat
Krautsalat

Besonders Kinder lieben den Apfel. Oft ist es erste Frucht, deren Konsistenz und Geschmack in einem kleinen Kindermund entdeckt wird. Es gibt dem zufolge zahlreiche Ideen um den Apfel in eine kindlich ansprechende Form zu bringen. Berühmt ist zum Beispiel der Apfel-Igel. Meine Kinder lieben es zudem Apfelschlangen herzustellen.

Hiermit:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Getrocknet im Dörrautomaten oder Ofen allerdings sind Apfelchips eine perfekte Möglichkeit die eigene Ernte haltbar zu machen. Natürlich kann man beispielsweise auch Fruchtleder aus Äpfeln machen und hat mit diesen beiden Möglichkeiten dem zufolge gleich gesunde Knabbereien für einen gemütlichen Abend.

 

Fruchtleder
Fruchtleder

 

Fazit:

Leute esst weiter Äpfel! Am besten aus dem eigenen Garten oder Bio-Äpfel vom Händler eures Vertrauens. Warum Bio? Weil ihr die gewachste Schale und die Rückstände der ca. 21 Behandlungen mit Pestiziden eher nicht mitessen wollt. Deswegen.

Unter dem Strich esst sie mit Schale und am besten frisch, roh und saftig, dann könnt ihr euch überdies auch sicherlich den ein oder andern Weg zum Doktor ersparen.

 

 

 

 

Quellen:

https://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/nutzgaerten/apfelernte-fruechte-richtig-ernten-und-lagern-3286

https://www.wiwo.de/technologie/umwelt/greenpeace-test-90-prozent-der-deutschen-aepfel-mit-pestiziden-belastet/12477848.html

Nährstoffdatenbank: Max Rubner-Institut – Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel (MRI) 2005-2017.

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/gesunder-apfel.html

https://deutsches-obst-und-gemuese.de/apfel/

https://www.gymondo.de/magazin/sportlerernaehrung/tag-des-deutschen-apfels

https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturapfel

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